Landeshauptmann Arno Kompatscher hat auf die Bedeutung und die vielen Vorteile der Europäischen Union für Südtirol und ihre Mitgliedsstaaten hingewiesen. Dazu zählt beispielsweise, dass man grenzenlos reisen, studieren und arbeiten könne, betont der Landeshauptmann. Die Bürger finden aber auch dank des Euros stabile und vergleichbare Preise in allen 19 Euro-Staaten vor. Auch Südtirol profitiere laut Kompatscher ungemein von der EU ohne Grenzen, gerade weil es viel in EU-Länder exportiert, aber auch weil Urlauber ohne Schranken schneller ins Land finden. Nicht zuletzt habe der Schengen-Raum auch die Unrechtsgrenze am Brenner überwinden lassen – und uns damit zu einem Teil des großen Ganzen gemacht, erinnert der Landeshauptmann.

Der Monitoringausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderung hat in seiner zweiten Sitzung die Themenschwerpunkte seiner Arbeit abgesteckt. Im Fokus steht unter anderem die unabhängige Lebensführung, wozu auch das Wohnen, Unterstützungsdienste vor Ort, Barrierefreiheit und Arbeit gehören. Der Ausschuss möchte eine Bestandsaufnahme vornehmen: „Er schaut, wo die Rechte der Menschen mit Behinderung nicht gewahrt sind, und zeigt dann der Politik den Handlungsbedarf auf.“ Geplant ist auch eine Anhörung von Fachleuten aus verschiedensten Bereichen, die im Oktober im Landtag stattfinden soll.

Der Ministerrat in Rom hat gestern eine Durchführungsbestimmung zum Südtiroler Autonomiestatut verabschiedet. Inhaltlich bewirkt sie unter anderem Neuerungen für die Prüfung der Sprachkenntnisse der ladinischen Sprache. Diese soll dank der neuen Maßnahme den anderen zwei Landessprachen gleichgestellt werden: Durch die Erlangung des Oberschulabschlusses an einer ladinischen Schule und einen anschließenden Universitätsabschluss wird die Dreisprachigkeit anerkannt.