Landeshauptmann Arno Kompatscher hat die Entscheidung des Ministerrats in Rom das Südtiroler Handelsgesetz nicht anzufechten begrüßt. Er spricht nicht nur von einem wichtigen Meilenstein in der Handelspolitik sondern auch von einem aus autonomiepolitischer Sicht bedeutenden Schritt. Im Bereich des Handels in Gewerbegebieten Klarheit zu schaffen, war eines der großen Ziele, das sich die Landesregierung gesetzt hatte, so der Landeshauptmann. Südtirol hat bereits heute mit 1,82 Quadratmetern weiter mehr Detailhandelsfläche pro Einwohner als jede andere Region in Italien. Kompatscher wertet diese Tatsache als Zeichen dafür, dass die Handelspolitik des Landes Vielfalt und Konkurrenz gesichert hat. Deshalb war es wichtig diese zu verteidigen.

Im Dopingfall um den Geher aus Kalch, Alex Schwazer hat nun der Internationale Leichtathletikverband Einspruch gegen die Überführung der beanstandeten Urinprobe von Köln nach Parma eingelegt. Der Verband wehre sich gegen die Einmischung in interne Angelegenheiten, heißt es in einem Schreiben. Die IAAF zeigte sich nur bereit, einen Teil der Urinprobe nach Italien zu überführen, wenn die Untersuchungen im Labor der Welt-Antidoping-Agentur WADA in Rom durchgeführt werden und nicht von der Carabinieri-Einheit RIS in Parma. Die Entscheidung liegt jetzt beim Oberlandesgericht Köln.

Das Durchschnittsalter der Landesbediensteten steigt. Es wird sich Jahr für Jahr um ein halbes Jahr erhöhen. Derzeit liegt es bei 47,1 Jahren. 22,6 Prozent des Landespersonals sind 55 oder mehr Jahre alt. Dies bedeutet, dass in den nächsten zehn Jahren einer von vier Angestellten in den Ruhestand treten wird. Der Direktor des Arbeitsförderungsinstitut AFI, Stefan Perini ruft das Land dazu auf, den demografischen Wandel im öffentlichen Dienst nicht als Problem zu sehen, sondern als "Chance und als neuen Gestaltungsspielraum. Er machte auch auf die Notwendigkeit aufmerksam, junge Mitarbeiter zu gewinnen.