Südtirol braucht nach Ansicht des Vizepräsidenten des Unternehmerverbandes Südtirol, Heiner Oberrauch schnelle Entscheidungswege und gute Infrastrukturen. Das neue Landesgesetz für Raum und Landschaft bietet die Chance, mehr Rechtssicherheit und schnellere Entscheidungswege zu schaffen, ist Oberrauch überzeugt. Die Gewerbegebiete, in denen die produzierenden Unternehmen angesiedelt sind, machen landesweit nur knapp vier Prozent der gesamten nutzbaren Fläche aus. Mit einem Anteil von 23 Prozent trägt das produzierende Gewerbe aber mehr als alle anderen Sektoren zum Mehrwert bei. Oberrauch unterstrich die Wichtigkeit, Flächen intelligent und sparsam zu nutzen sowie achtsam mit diesem wertvollen Gut umzugehen. Deshalb sollte unterirdisches Bauen steuerlich gefördert werden.

Der Milchwirtschaft wird keine Verschnaufpause gegönnt. Seit dem Wegfall der EU-Milchquotenregelung und steigenden Produktionsmengen auch außerhalb Europas herrscht nach wie vor global ein Überangebot. In Südtirol wurde im vergangenen Jahr ein leichter Anstieg der Anlieferungsmenge um 3,6 Prozent auf 392 Millionen Kilogramm verzeichnet gegeben. Trotz dieses Plus konnte der Auszahlungspreis mit knapp 50 Cent pro Kilogramm Milch aber nahezu stabil gehalten werden. Im Jahr 2016 haben 91 Bauern die Milchproduktion eingestellt, womit der Sennereiverband südtirolweit noch 4795 Milchlieferanten erfasst. In den vergangenen 20 Jahren schrumpfte ihre Zahl um 1.700.

Der neue Generalrat der Schulgewerkschaft im SGBCISL hat Sandro Fraternali als Landessekretär ebenso im Amt bestätigt wie seinem Stellvertreter Hubert Kainz. Neu ins Landessekretariat gewählt worden ist Peter Pirhofer. Inhaltliche Schwerpunkte und Ziele der Schulgewerkschaft für die kommenden vier Jahre betreffen unter anderem die Wertschätzung des Lehrberufs und eine einheitlichere Behandlung der Lehrpersonen der Landes- und staatlichen Schulen. Zudem geht es darum, die Vertragsverhandlungen auf Landesebene wieder aufzunehmen.